Noten
Wer Musik ganz gleich welcher Stilrichtung nach Noten spielen oder verstehen möchte, kommt nicht umhin sich ein wenig mit Musiktheorie und Notenlehre zu beschäftigen. Noten sind besondere Symbole zur schriftlichen Aufzeichnung von Musik. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort nota, was soviel bedeutet wie Zeichen. Noten haben jeweils zwei Bezeichnungen, einen Buchstaben oder Notennamen (C, A, F usw.) sowie einen Notenwert (Viertel, Achtel, Halbe usw.). An der Platzierung einer Note im Notensystem kann man die Tonhöhe und damit den Notennamen ablesen. Die Gestalt der Note (hohler oder ausgefüllter Kopf, mit oder ohne Fähnchen) gibt Aufschluss über die Tondauer bzw. den Notenwert.
Das genaue Ablesen der Tonhöhe anhand von einzelnen Noten kann erst erfolgen, wenn eingangs der Notenzeile ein Notenschlüssel steht, der das Notensystem sprichwörtlich aufschließt. Die gebräuchlichsten Notenschlüssel sind heutzutage der Violinenschlüssel sowie der Bassschlüssel. Die Tonhöhe der Stammtöne kann durch Versetzungszeichen verändert werden, die der jeweiligen Note vorangestellt werden. Die geläufigsten Versetzungszeichen bei Noten sind das Kreuz sowie das Be. Steht vor der Note ein Kreuz, so erhöht sie sich um einen Halbton und an den Notennamen wird zur besseren Kennzeichnung die Endung –is angehängt. Wird vor der jeweiligen Note ein Be geschrieben so erniedrigt sich die Note um einen Halbton. Die Notennamen dieser Noten enthalten bis auf wenige Ausnahmen (as und b) die Endung –es. Wenn Versetzungszeichen am Anfang jeder Notenzeile (nach dem Notenschlüssel und vor der Taktangabe) stehen, spricht man von Vorzeichnung (bzw. Vorzeichen). Diese Vorzeichen gelten für das gesamte Musikstück und sind charakteristisch für die verwendete Tonart.
In der deutschen Sprache bezeichnet man jedoch nicht nur musikalische Symbole mit dem Begriff Noten, sondern ebenso die Medien, also Bücher, Hefte oder Blätter, auf denen die jeweiligen Noten geschrieben oder gedruckt sind. So werden Schriftstücke, die Noten für das Klavier enthalten, kurz Klaviernoten genannt. Noten müssen uns jedoch nicht mehr zwangsläufig in Form in gedruckter Form begegnen. Im schnelllebigen Internet-Zeitalter gibt es immer häufiger Noten in digitalisierten Erscheinungsformen, z.B. als Datei oder als stark vereinfachte Übersichten mit Akkordsymbolen.
